
Der Flughafen Graz ist wohl -je nach Betrachtungsweise- der einfachere unter den schwierigen Flughäfen Österreichs, oder der schwierigere unter den einfachen.
Bei ARR 34C sind die Berge hinreichend weit weg, es gibt
RNAV-Transitions und ein ILS Cat III, ausreichend Abrollwege für einen entspannten Verkehrsfluss und sogar Graspisten für die allgemeine Luftfahrt.
Bei viel Verkehr oder Anflügen auf die 16C wird der Platz zwischen den Bergen plötzlich doch eng, es sind MRVAs und Mindesthöhen nördlich und westlich des Platzes zu beachten und am Boden müssen womöglich Backtracks durchgeführt werden.
TA: 10.000ft
TL:
| QNH | TRL |
|---|---|
| <978 | FL130 |
| 978 - 1013 | FL120 |
| 1014 - 1050 | FL110 |
| >1050 | FL100 |
| RWY | Abmessungen | verfügbare Anflüge |
|---|---|---|
| 16L | 640m x 30m | VFR Grasspiste |
| 16C | 3000m x 45m | RNP (LPV) / VOR |
| 16R | 760m x 25m | VFR Grasspiste |
| 34L | 760m x 25m | VFR Grasspiste |
| 34C | 3000m x 45m | ILS (CAT III) / RNP (LPV) / VOR |
| 34R | 640m x 30m | VFR Grasspiste |
| Login | Freq | Callsign | Remarks |
|---|---|---|---|
| LOWG_TWR | 118.200 | Graz Tower | |
| LOWG_APP | 119.300 | Graz Radar |
Nach dem einloggen, hat sich jede neue Station bei allen umliegenden ATS oder AFIS Units unaufgefordert zu melden!
Wie sonst auch auf IVAO gilt: Wenn eine Station unbesetzt ist, werden alle Zuständigkeiten von der nächsten, darüberliegenden, besetzten Station übernommen.
Da wir in Graz weder Delivery- noch Ground-Controller haben, übernimmt der Tower auch deren Aufgaben.
Bei Gegenverkehrsbetrieb ARR 34/DEP 16 müssen die Flugbewegungen mit dem Radar Lotsen koordiniert werden und der Anflugsektor muss
im Auge behalten werden. Je nach SID kurvt abfliegender Verkehr früher oder später aus der Pistenachse - auch dieser Umstand muss
berücksichtigt werden bei der Entscheidung, abfliegendem Verkehr noch vor einem Inbound rauszuschicken, oder doch die Landung abzuwarten. Anfliegendem Verkehr muss mitgeteilt werden, falls eine Intersection blockiert ist.
Graz Tower ist nicht für den ehemaligen Militärapron im Südwesten des Airports zuständig.
LOWG_APP ist für die Graz TMA bis FL165 zuständig. Durch den üblichen Gegenverkehrsbetrieb ist eine gute Koordination mit dem Tower-Lotsen sehr wichtig. Bei RNAV-Transitions und speziell bei Anflügen aus dem Norden muss auf die Segment-Mindest-Altitudes und die MRVAs geachtet werden.
So sindz.B. die Minimum-Holding-Altitudes bei XIBAR und PIBIP wesentlich niedriger als die Mindesthöhen auf den Transitions zur Piste 16C. Des Weiteren fliegen Inbounds nach LOWK, LJLJ und LJLA durch den Luftraum von LOWG_APP, bevor sie an LOWK_APP, LJLA_CTR bzw LJMB_APP übergeben werden.
Slowenische Arrivals bzw alle Durchflüge richtung Slowenien müssen koordiniert werden. LJMB_APP bzw LJLA_CTR muss hier die ETA und Altitude am Grenzübertrittspunkt genannt werden.
Shortcuts zu den SID-Endpunkten dürfen grundsätzlich auch ohne zusätzliche Koordination vergeben werden, wenn keine Konflikte vorliegen und die MRVAs berücksichtigt werden.
Diese Gegenverkehrs-Konfiguration sollte immer gewählt werden,
wenn es das Wetter zulässt. Rückenwind <10kt
Sofern es die Verkehrssituation zuläasst, ist für VFR Arrivals auch die Pistenrichtung 16 zulässig.
Bei schlechten Wetter- und Sichtbedingungen werden die Anflüge
über das CAT III – ILS der Piste 34C abgewickelt.
Ab ca. 10-15 Knoten Wind wird nur mehr die Piste mit Gegenwind verwendet. Gegebenenfalls kann man einem anfliegenden Piloten den aktuellen Wind mitteilen und ihn fragen, welche Piste er bevorzugt.
Bei hohem Verkehrsaufkommen kann diese Konfiguration zu Verspätungen führen, da Backtracks wohl unvermeidbar sind.
Um flexibler zu sein wird in echt bei gutem Wetter anstelle von Instrumentenanflüge, Sichtanflüge (Visual Approach) angeboten. Dies kann den Traffic Flow deutlich verbessern. Jedenfalls aber sind Sichtanflüge zu koordinieren.
Standardmäßig rollt abfliegender Verkehr über D zur Piste 16C oder über B und einen Backtrack zur Piste 34C.
Taxiway B ist gesperrt für Flugzeuge nach “Code Letter F”, sowie
für MD-11 und B767-400. Bei DEP 34C muss also für diese
Flugzeugtypen das Aufrollen über Taxiway C erfolgen!
Falls Heavies auf der Piste 16C landen, muss damit gerechnet
werden, dass sie vielleicht erst über D abrollen. Um Konflikte am
Boden zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, Outbounds erst dann zur
Piste 16C rollen zu lassen, wenn sichergestellt ist, dass die
Piste und D frei sind.
Positionen 1 bis 3: Übliche Parkpositionen für Jets bis Größe A320/B737.
Positionen 20 bis 38: Positionen für Flugzeuge verschiedener Größen. Darunter sind die Positionen 29 und 38 zusätzlich für Flugzeuge bis Code Letter F zugelassen. Wenn sie benutzt werden, blockieren sie andere Parkpositionen - eine vorausschauende Vergabe der Parkpositionen ist wichtig.
Positionen G19 und G20: Positionen für Flugzeuge mit maximaler Spannweite von 24m bzw. 17m, z.B. D328, E145, CRJ7.
Positionen für die allgemeine Luftfahrt.
Die Basis für den Christophorus-Hubschrauber (Christophorus Point) befindet sich am Ende
von Taxiway G3, ca. querab der Schwelle der Graspiste 34R. Auch sie ist teil des Grazer Flughafens.
Die STARs für LOWG führen aus westlichen Richtungen zum Fix XIBAR, aus östlichen Richtungen zum Fix PIBIP. Von beiden Fixes gibt es RNAV-Transitions für beide Pisten.
Die Transitions zu Piste 16C tragen den Buchstaben N (Merkspruch: “Führt über den Norden”), die zur Piste 34C den Buchstaben S (Merkspruch: “Führt über den Süden”).
Achtung: Die Minimum Holding Altitudes bei XIBAR und PIBIP sind
niedriger als die Mindesthöhen auf den Transitions zur 16C.
Die Transitions zur Piste 16C führen genau in Gegenrichtung der
STAR-Routen aus dem Norden, d.h. bei Inbounds aus dem Norden zur
Piste 16C ist es sinnvoller, direkt den Anflug freizugeben, als
die STAR komplett abfliegen zu lassen.
Für die Piste 16C gibt es einen VOR und einen RNP-Anflug über den Wegpunkt RONOT, der auf 7.500ft zu passieren ist. Wie oben erwähnt, sind bei Inbounds aus nördlichen Richtungen Vectors zum Anflug sinnvoller als ein Abfliegen der STARs, wobei unbedingt auf die z.T. hohen MRVAs zu achten ist.
Für Piste 34C steht mit VOR-, RNP- und ILS-Anflügen eine breite Auswahl zur Verfügung. Aus östlicher Richtung ist das Gelände eher flach, im Westen ist vor allem bei Vectors auf die z.T. hohen MRAVs zu achten.
Circling darf nur östlich des Flughafens durchgeführt werden.
Die SIDs in Graz sind zwar grundsätzlich eher einfach und führen meist relativ direkt zu den Endpunkten, trotzdem gibt sind eine Menge Buchstaben im Umlauf. Bei eingen Endpunkten (RADLY, ABIRI, MILGO) gibt es je nach Piste auch zwei Varianten, die “links- oder rechtsherum” führen.
| RWY | SID Designator | initial Turn / Remarks |
|---|---|---|
| 16C | G | Right außer GOLVA, GOTAR, MUREG, ROPAG |
| 16C | H | Left |
| 16C | X | Conventional |
| 34C | V | Left |
| 34C | U | Right außer MILGO |
| 34C | Y | Conventional |
Es sind bei den SIDs keine Initial Climb Altitudes vorgegeben, sondern sie werden “by ATC” bestimmt. Ist weder LOWG_APP noch ein CTR-Controller online, vergeben wir auf IVAO standardmäßig einfach nach IVAO LOWG Procedures. FL120 bei den Routen nach RADLY und ansonsten 10.000ft als Initial Climb Altitude.
Non-RNAV-SIDs gibt es zum GRZ VOR und zum GBG NDB.
Grundsätzlich darf Graz Radar Directs zum Endpunkt des SIDs
vergeben, wobei auf Konflikte und die MRVAs geachtet werden muss.
Bei schlechten Wetterbedingungen werden von Seiten der Flugsicherung Maßnahmen getroffen, um eine sichere Abwicklung des Flugverkehrs herzustellen. Diese Verfahren dienen unter anderem dazu, an- und abfliegende Luftfahrzeuge bei geringer Sicht zu schützen und Störungen der ILS-Signale zu vermeiden.
Ab einer Runway Visual Range (RVR) für die Aufsetzzone (TDZ) von weniger als 600m und/oder einer Hauptwolkenuntergrenze/Vertikalsicht von weniger als 200ft finden folgende Verfahren Anwendung:
Die CTR Graz geht von GND bis 4.500ft AMSL. Aus Westen und Osten/Südosten gibt es die Einflugsektoren WHISKEY bzw. ECHO, die bis maximal 3.000ft beflogen werden dürfen. Von/nach Nordwesten und Nordosten gibt es zwei VFR-Routen. Real gibt es tages- und uhrzeitenabhängige Einschränkungen für Platzrundenverkehr, die uns auf IVAO aber nicht betreffen. Sofern es der Verkehr zulässt, darf auch VFR Verkehr mit Koordination höher als die CTR grenze freigegeben werden, bzw dürfen direct routings vergeben werden, sofern das im ermessen des Piloten liegt.
VFR Verkehr sollte über die Main Runway 16C/34C abgewickelt werden. Auf Wunsch von Piloten oder bei hohem Verkehrsaufkommen sind auch die Graspisten 16L/34R und 16R/34L zulässig. Hier ist allerdings auf die Staffelung zu IFR-Verkehr zu achten.
Das LKH Graz besitzt einen Instrumenten An -und Abflug.
Für die Freigabe dieser Verfahren ist LOWG_TWR zuständig
Zeltweg ist ein Militär -und Zivilflugplatz nord-westlich der CTR Graz. Zeltweg hat eine Zeitweise aktive Military CTR, außerhalb der Betriebszeiten ist LOXZ ein normaler unkontrollierter Flugplatz.
Auf IVAO kann LOWG_APP selbst entscheiden ob die MCTR und darüber leigende MTMA aktiv ist. Sollte dies der Fall sein ist LOWG_APP für alle Flugbewegungen in LOXZ zuständig
Sollte LOXZ_TWR/APP oder LOXW_CTR online sein, so ist die MCTR und MTMA Zeltweg automatisch aktiv. Flüge in diesem Bereich oder von/nach LOXZ müssen an die verantwortliche Station übergeben werden.
Achtung: Wenn Zeltweg oder Tauern Radar aktiv ist, gelten im bereich der MTMA andere Luftraumgrenzen. Durchfliegender Ziviler Verkehr muss entweder an die Verantwortliche Station übergeben werden oder ein durchflug koordiniert werden. Hier kann es vor allem bei ARR16 oder DEP34 in LOWG zu Luftraumüberschneidungen kommen.
Der ÖAMTC Stützpunkt Oberwart ist durch die Lage mitten an der Sektorgrenze von Wien und Graz ein kleines Jointventure. Er besitzt als einziger Flugplatz (Helipad) Departure Transitions und sogar Arrival Transitions.
Wenn LOWW -und LOWG_APP online sind ist LOWW_APP für An -und Abflüge zustädnig. Abflüge richtung Süden (DO901 Transition) werden nach dem Start, so lange kein Konflikt droht, an LOWG_APP übergeben. Anflüge aus dem Süden (DO700 1S Transition) werden von LOWG_APP auf die Transition freigegeben und anschließend zu LOWW_APP geschickt. Sollte nur Graz oder nur Wien APP online sein, so ist die Unit die online ist für LODO verantwortlich.
| VFR | 7000 |
|---|---|
| BMI/Flugpolizei | 1572 |
| Christophorus | 1657 |
| Military | 5001 - 5077 |
| Mode S | 1000 |